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Meta Ads · Ratgeber

Meta Ads Kampagnenstruktur 2026: die All-in-One-Kampagne

Wie sich die Meta-Ads-Kampagnenstruktur seit Andromeda verändert hat: von drei Kampagnen zu einer All-in-One-Struktur mit diversen Creative-Botschaften.

Peter Junior

Peter Junior

Gründer von MetisGrowth

· 5 Min. Lesezeit

Kurz und direkt

Die klassische Meta-Ads-Struktur aus getrennter Testing-, Scaling- und Retargeting-Kampagne wird durch das Andromeda-Update abgelöst: Eine einzige Evergreen-Kampagne mit bewusst diversen Creative-Botschaften (z. B. Zeitersparnis, Sicherheit, persönliche Nähe) unter einem Konzept reicht, weil der Algorithmus selbst herausfindet, welche Botschaft bei welchem Nutzer zieht. Die Struktur wird dadurch einfacher, die Auswertung aber komplexer: Statt nach Preis pro Lead abzuschalten, braucht es einen Blick auf weichere Kennzahlen wie Video-Interaktion, weil manche Creatives nur eine Zwischenrolle in der Customer Journey spielen. Das Targeting bleibt bewusst breit, mit Ausnahme von echtem Ortsbezug. Gilt für Evergreen-Kampagnen von Dienstleistern, nicht für E-Commerce oder Launch-Kampagnen.

Im Video oben zeigen wir die neue Struktur direkt am Beispiel im Werbeanzeigenmanager – hier die gleichen Punkte kompakt zum Nachlesen und Verlinken.

Wenn Sie Ihre Meta-Ads-Kampagnen bislang klassisch aufgebaut haben – getrennte Testing-, Scaling- und Retargeting-Kampagne –, ist Ihnen diese Logik vermutlich vertraut. Seit dem Andromeda-Update lohnt sich für Evergreen-Kampagnen – also dauerhaft laufende Anzeigen von Dienstleistern und Industriekunden, nicht für E-Commerce oder zeitlich begrenzte Launch-Kampagnen – aber ein anderer Aufbau: eine einzige Kampagne mit bewusst unterschiedlichen Creative-Botschaften.

Peter Junior hat in den letzten Jahren siebenstellige Werbebudgets über verschiedenste Branchen verwaltet und zuletzt gezielt unterschiedliche Kampagnenstrukturen bei Kunden getestet. Eine Struktur hat sich dabei deutlich abgehoben – die im Folgenden beschriebene. Das heißt nicht, dass andere Aufbauten nicht mehr funktionieren, nur dass dieser bei MetisGrowth und den eigenen Kunden die deutlich bessere Performance gebracht hat.

Wie sah die klassische Meta-Ads-Kampagnenstruktur bisher aus?

Ihre bisherige Struktur bestand vermutlich aus drei getrennten Kampagnen. In der Testing-Kampagne liefen regelmäßig verschiedene Bilder und Videos gegeneinander, um sie zu validieren. Performte ein Creative gut, wanderte es in die Scaling-Kampagne – dort liefen nur die nachgewiesenen Best-Performer, budgetiert per Campaign Budget Optimization, und teilten sich das Budget untereinander auf.

Brannten einzelne Creatives nach einiger Zeit aus, kamen wieder neue Anzeigen aus dem Testing nach. Parallel dazu lief meist eine dritte, eigene Retargeting-Kampagne mit einer Custom Audience aus Website-Besuchern, Link-Klickern und Formular-Abbrechern.

Dieser Aufbau funktionierte in der Vergangenheit gut und läuft bei vielen Konten auch heute noch solide.

Was hat sich durch das Andromeda-Update konkret verändert?

Durch das Andromeda-Update kann Meta Zielgruppen deutlich spezifischer antesten als zuvor – der Algorithmus übernimmt jetzt einen Großteil dessen, was früher manuelles Testing war. Der Hintergrund ist auch wirtschaftlich: Meta investiert massiv in KI und damit in deutlich stärkere Prozessoren, die einzelne Zielgruppen genauer analysieren können.

Mehr Hintergrund zur technischen Seite des Updates liefert der Artikel Meta Andromeda Update: Wie sich die Ads-Logik ändert – dort geht es um die Engine dahinter, hier um die konkrete Kampagnenstruktur, die sich daraus in der Praxis bewährt hat.

Eine Metapher aus dem Video macht den Unterschied greifbar: Früher gab es eine Tür, und man musste selbst in Testing-Kampagnen herausfinden, welcher Schlüssel passt, bevor man sie öffnen und die Anfragen entgegennehmen konnte. Heute schickt man viele verschiedene Schlüssel gleichzeitig ins Rennen – der Algorithmus selbst bestimmt, welcher Schlüssel zu welcher Tür passt, und findet so die Best-Performer eigenständig.

Wie sieht die neue All-in-One-Kampagnenstruktur konkret aus?

Statt drei getrennter Kampagnen genügt eine einzige Kampagne, in der die Anzeigen bewusst unterschiedliche Botschaften transportieren – zusammengefasst unter einem gemeinsamen Konzept. Ein Beispiel aus dem Video: Für die Zielgruppe Unternehmensversicherung für Handwerker laufen gleichzeitig ein Creative mit der Botschaft “Sie sparen Zeit”, eines mit “Sie sind besser abgesichert” und eines, das auf die persönliche Nähe zum Versicherer einzahlt.

Der Algorithmus testet diese Botschaften gegeneinander und erkennt selbst, welche bei welchem Nutzer funktioniert – eine Zielgruppen-Variante passt nicht, die nächste schon. Zusätzlich läuft, wo sinnvoll, noch eine Retargeting-Anzeige innerhalb derselben Kampagne mit ein.

Der Grund dafür liegt in der Customer Journey selbst: Der eine Nutzer sieht eine einzige Anzeige und stellt sofort seine Anfrage. Der andere braucht mehrere Videos und Bilder, bevor genug Vertrauen für denselben Schritt aufgebaut ist.

Der Algorithmus versteht durch Andromeda inzwischen deutlich genauer, welcher Nutzer an welcher Stelle welche Botschaft braucht – ein Vertrauenselement, einen Bonus, die Qualität, die Ansprechperson. Genau deshalb ist inhaltliche Vielfalt in den Creatives jetzt wichtiger als mehrere Varianten derselben Kernbotschaft.

Kostenlose Checkliste

Bevor Sie Ihre Kampagne auf die neue Struktur umstellen: Unsere interaktive 28-Punkte-Checkliste führt Schritt für Schritt durch den sauberen Aufbau im Werbeanzeigenmanager.

→ Zur interaktiven Meta-Ads-Checkliste

Warum wird die Auswertung der Kampagne jetzt komplexer?

Die Auswertung wird komplexer, weil die alte Schwarz-Weiß-Logik nach Preis pro Lead bei der neuen, verschachtelten Customer Journey nicht mehr zuverlässig funktioniert. Früher war die Bewertung recht klar: Überstieg der Preis pro Lead in der Testing-Kampagne einen bestimmten Wert dauerhaft, wurde das Creative abgeschaltet. Blieb er lange genug darunter, wanderte es in die Scaling-Kampagne.

Ein Creative kann in der Praxis nie direkt zu einer Anfrage führen und trotzdem unverzichtbar sein – etwa, weil es genau das Vertrauens- oder Zwischenelement liefert, das ein Nutzer braucht, bevor er bei einer späteren Anzeige konvertiert.

Wird ein solches Creative allein nach der direkten Lead-Zahl abgeschaltet, reißt es das Mittelstück aus der Customer Journey heraus, und am Ende fehlt genau der Schritt, der zur Anfrage geführt hätte.

Statt sich allein auf den Preis pro Lead zu verlassen, braucht es deshalb einen Blick auf weichere Kennzahlen: Wie stark hat ein Nutzer mit einem Video interagiert, wie lange hat er es angeschaut, wie sehr hat dieses eine Creative zum Gesamtbild der Journey beigetragen. Das macht die Auswertung insgesamt aufwendiger als beim alten, klar abgrenzbaren Drei-Kampagnen-Modell.

Wie sich der Preis pro Anfrage bei Meta Ads überhaupt zusammensetzt, zeigt der Artikel Kosten pro Anfrage bei Meta Ads im Detail.

Wie breit sollte das Targeting bei der neuen Struktur bleiben?

Das Targeting bleibt bewusst breit, weil der Algorithmus durch Andromeda einen Großteil der eigentlichen Zielgruppen-Feinarbeit übernimmt. Einschränkungen sind nur dort sinnvoll, wo ein echter, harter Bezug besteht: Sitzt ein Dienstleister etwa in München mit einem Einzugsgebiet von 50 Kilometern, ergibt es keinen Sinn, gleichzeitig Anzeigen in Berlin auszuspielen – ein klarer geografischer Radius gehört gesetzt.

Auch eine bewusste Geschlechter-Ansprache kann sinnvoll sein, wenn das Angebot es hergibt.

Darüber hinaus gilt: so breit wie möglich lassen, damit der Algorithmus die volle Freiheit hat, die richtigen Personen zu finden – genau das ist der Kern dessen, was Andromeda leistet.

Nächster Schritt

Die Kampagnenstruktur selbst wird durch diesen Ansatz einfacher – eine Kampagne statt drei. Die Erstellung und vor allem die Auswertung werden dadurch aber tendenziell komplexer, weil weichere Kennzahlen und die gesamte Customer Journey mitgedacht werden müssen, nicht mehr nur der Preis pro Lead.

Unverändert bleibt dabei der wichtigste Hebel: Gute Creatives liefern mit dieser Struktur exzellente Ergebnisse, schwache Creatives rettet keine noch so gute Struktur. Wie Sie eine Kampagne technisch von Grund auf aufsetzen, zeigt die Schritt-für-Schritt-Anleitung im Werbeanzeigenmanager, einen tieferen Blick auf die laufende Optimierung liefert das Meta Ads Playbook 2026.

Ob und wie diese Struktur zu Ihrem Konto und Budget passt, klären wir gerne im kostenlosen Erstgespräch – dort schauen wir uns Ihren konkreten Fall an und geben eine ehrliche Einschätzung, welcher Rahmen bei Ihnen Sinn ergibt.

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  • Was ist die neue All-in-One-Kampagnenstruktur bei Meta Ads?
    Statt wie bisher eine Testing-Kampagne, eine Scaling-Kampagne und eine separate Retargeting-Kampagne parallel zu betreiben, laufen alle Anzeigen in einer einzigen Evergreen-Kampagne. Die Creatives sprechen dabei bewusst unterschiedliche Aspekte desselben Angebots an – der Algorithmus verteilt das Budget selbst dahin, wo eine Botschaft bei einer bestimmten Zielgruppe zieht, statt dass Sie das vorab manuell durchtesten müssen.
  • Warum sollte ein Creative nicht abgeschaltet werden, nur weil es keine direkten Leads bringt?
    Weil nicht jedes Creative dieselbe Funktion in der Customer Journey hat. Manche Nutzer stellen eine Anfrage nach der ersten Anzeige, andere brauchen mehrere Videos und Bilder, bevor genug Vertrauen aufgebaut ist. Ein Creative, das nie direkt konvertiert, kann trotzdem ein notwendiges Zwischenstück sein – wird es abgeschaltet, fehlt genau das Bindeglied, das Nutzer am Ende zur Anfrage führt.
  • Für wen ist diese Kampagnenstruktur gedacht – und für wen nicht?
    Die Struktur richtet sich an Dienstleister und Industriekunden, die über Anzeigen dauerhaft laufende (Evergreen-)Anfragen generieren wollen, unabhängig davon, ob dahinter eine Dienstleistung oder ein Produkt steht. Für den E-Commerce-Bereich ist sie ausdrücklich nicht gedacht – hier liegt bewusst ein anderer Fokus. Auch für zeitlich begrenzte Launch- oder Aktionskampagnen sieht der passende Aufbau anders aus als bei einer dauerhaft laufenden Evergreen-Kampagne.
  • Sollte das Targeting bei der neuen Kampagnenstruktur eng oder breit sein?
    Bewusst breit, weil der Algorithmus durch Andromeda einen Großteil der eigentlichen Zielgruppen-Findung übernimmt. Einschränkungen sind nur dort sinnvoll, wo ein echter, harter Bezug besteht – etwa ein lokaler Dienstleister mit einem klaren Einzugsgebiet (z. B. München plus 50 Kilometer Umkreis) oder eine klare Geschlechter-Ansprache. Alles darüber hinaus sollte der Algorithmus selbst entscheiden.
  • Was bedeutet die Schlüssel-Tür-Metapher aus dem Video?
    Früher musste man vorab in eigenen Testing-Kampagnen herausfinden, welcher einzelne Schlüssel (welches Creative) zu welcher Tür (welcher Zielgruppe) passt, bevor man sie öffnen konnte. Heute gibt man viele verschiedene Schlüssel gleichzeitig ins Rennen, und der Meta-Algorithmus bestimmt selbst, welcher Schlüssel zu welcher Tür passt – das eigene, manuelle Vorab-Testing wird dadurch großteils überflüssig.
  • Was ist beim Creative-Fokus jetzt wichtiger als früher?
    Bewusste inhaltliche Vielfalt statt mehrerer Varianten derselben Botschaft. Die Creatives sollten unterschiedliche Aspekte ansprechen – etwa Zeitersparnis, Sicherheit, Qualität oder persönliche Nähe –, damit der Algorithmus genug unterschiedliches Material hat, um es den passenden Nutzern zuzuordnen. Gleichzeitig gilt: Ist die Creative-Qualität grundsätzlich schwach, rettet auch die beste Kampagnenstruktur das Ergebnis nicht.
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