Eine Website stellt Ihr Büro vor. Eine Landingpage bringt Anfragen. Für Energieberater macht das einen großen Unterschied, denn viele Anfragen kosten Zeit und bringen wenig ein, wenn jemand nur einen günstigen Energieausweis sucht.
Diese Anleitung zeigt den Aufbau, eine Vorlage für Vorab-Fragen und die häufigsten Fehler. Die Grundlagen für alle Branchen stehen im Artikel perfekte Landingpage. Hier geht es um das, was bei Energieberatern anders ist.
Was ist bei Energieberatern anders?
Eigentümer suchen selten nach Ihrer Leistung. Sie haben ein Vorhaben und viele Fragen. Nach „baubegleitung energieberater“ wird bundesweit nur rund 40-mal im Monat gesucht, nach „energieausweis“ 27.100-mal (Google Keyword Planner, Oktober 2026).
Dazu kommt die Filterfrage. Ohne Vorab-Fragen landen Preisvergleiche genauso in Ihrem Postfach wie echte Sanierungen. Deshalb entscheidet nicht die Zahl der Anfragen, sondern das Vorhaben dahinter.
Wie ist eine gute Landingpage aufgebaut?
- Überschrift mit Vorhaben und Ort. Zum Beispiel: „Sie sanieren Ihr Haus in [Ort]? Wir begleiten Sie von der Planung bis zur Abnahme.“
- Ein klarer nächster Schritt. Ein Button mit einer Handlung, der auf der Seite mehrfach wiederkehrt.
- Ihr Gesicht und Ihre Qualifikation. Eigentümer vertrauen Menschen. Zeigen Sie sich selbst, kein Stockfoto.
- Projekte aus der Region. Vorher und nachher, mit Gebäudetyp und Maßnahme. Nur echte Beispiele mit Einwilligung.
- Ablauf in 3 bis 4 Schritten. Was passiert nach der Anfrage, und wann meldet sich wer?
- Antworten auf die Sorgen. Was kostet die Begleitung, wie läuft die Förderung, wie viel Zeit brauche ich?
- Fragen vor dem Kontakt. Der wichtigste Baustein, siehe die Vorlage unten.
Halten Sie die Seite frei von Menü und Ablenkung. Wer auf eine Anzeige klickt, soll genau eine Sache tun.
Welche Fragen sollten vor dem Kontakt stehen?
Diese Vorlage können Sie übernehmen und anpassen:
| Frage | Antworten | Wofür |
|---|---|---|
| Sind Sie Eigentümer? | Ja · Nein · Kauf geplant | Trennt Mieter von Entscheidern |
| Um welches Gebäude geht es? | Einfamilienhaus · Zweifamilienhaus · Mehrfamilienhaus · Gewerbe | Zeigt die Größe |
| Was haben Sie vor? | Komplettsanierung · Mehrere Maßnahmen · Eine Maßnahme · Nur Energieausweis | Der wichtigste Filter |
| Wann soll es losgehen? | In 6 Monaten · In 12 Monaten · Später · Weiß noch nicht | Zeigt die Dringlichkeit |
| Haben Sie schon einen Handwerker beauftragt? | Ja · Nein | Wichtig für die Förderung |
| Wo steht das Gebäude? | Postleitzahl | Prüft Ihr Einzugsgebiet |
Jede Frage ist eine Klickfrage. Name und Telefonnummer kommen erst am Ende, wenn der Besucher schon investiert hat. Wer „Nur Energieausweis“ wählt, kann direkt auf ein passendes Angebot oder eine Infoseite geleitet werden. So bleibt Ihr Rückruf für die großen Projekte frei.
Rufen Sie gute Anfragen am selben Tag zurück. Eigentümer vergleichen oft mehrere Büros.
Welche Fehler kosten am meisten Anfragen?
- Die Anzeige führt auf die Startseite. Besucher suchen dort lange nach dem, was die Anzeige versprochen hat.
- Alle Leistungen stehen gleichrangig nebeneinander. Auf unseren ausgewerteten Websites nennen 78 % den Energieausweis, aber nur 38 % das Effizienzhaus.
- Der Weg zur Anfrage ist zu schwer. Einen Online-Termin bieten nur 4 bis 5 % der Websites, einen Rückruf nur 6 %.
- Fachsprache statt Nutzen. „iSFP“ und „Baubegleitung“ sind Ihre Wörter. Sprechen Sie zuerst über Haus, Kosten und Reihenfolge.
- Die Seite ist am Handy schlecht. Testen Sie jede Seite auf dem Handy, bevor Anzeigen laufen.
- Es wird nichts gemessen. Ohne Tracking wissen Sie nicht, welche Anzeige gute Anfragen bringt.
Was müssen Sie bei Förderung und Werbung beachten?
Bleiben Sie bei Förderangaben sachlich und aktuell. Schreiben Sie „bis zu“, nennen Sie Voraussetzungen und prüfen Sie die Zahlen regelmäßig, denn die Programme ändern sich. Für Umweltaussagen wie „klimaneutral“ gelten seit dem 27.09.2026 strengere Regeln. Prüfen Sie zudem im aktuellen Regelheft, wie Sie die Expertenliste und ihre Logos nutzen dürfen. Das ist eine Einordnung und keine Rechtsberatung.
Auf Facebook und Instagram sollten Sie Politik und Heizungsgesetz meiden und über Haus, Kosten und Vorhaben sprechen.
Wie viele Anfragen sind realistisch?
Für Energieberater haben wir noch keinen belastbaren Vergleichswert. Auf unseren Landingpages im Handwerk lag die Anfragequote bei Google-Klicks in einer kleinen Stichprobe bei 1,2 % (5 von 400 Besuchen, Spanne 0,5 bis 2,9 %, September bis November 2026). Rechnen Sie deshalb lieber vorsichtig.
Wichtiger als die Quote ist, was eine Anfrage kosten darf. Das zeigt der Honorarrechner für Energieberater. Wie die Seite in Ihre gesamte Kundengewinnung passt, steht im Leitfaden Aufträge gewinnen als Energieberater.